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Umgebung

Du schaust dich um und siehst alte Bekannte, Freunde, Fremde. Siehst wie sie aufblühen, wie sie sich in das Leben stürzen. Vor Freude, vor Innovation, vor Selbstsicherheit und Perspektive. Vor Vorstellung.
Du kennst sie alle so gut, manche von ihnen seit Jahren. Alle überholen sie dich. Selbst die schwächsten, die über die man gelacht hat. Selbst sie nehmen ihr Leben in die Hand.

Moment einer großen Depression.

Du hast zu große Vorstellungen. Du erwartest zu viel von deiner kranken Seele. Du erwartest das größte überhaupt. Und warum?
Weil du es von deiner Kindheit nunmal gewohnt bist.
Du warst der intelligenteste und schnellste. Immer die besten Noten, immer mussten es die Ehrenurkunden sein. Immer ganz oben stehen. Sowohl in körperlichen als auch in geistigen Dingen. Verlieren hast du selten gekannt. Und wenn es dann passierte, dann spielt im Kopf das Programm: "Du hättest mit ein wenig Mühe der beste sein können, warst nur zu faul.. usw."
Ach... dein Vater war doch auch nie anders. Und an deinem Bruder siehst du es auch.

Und bis heute hat sich nichts geändert. Ich will großes vollbringen, Bedeutung haben. Ich muss immer dieser verdammte Beste sein.
Wahnwitzige Vorstellung. Neurotisch. Sie lähmen mich.
Sie machen mich gänzlich unfähig irgendetwas zu unternehmen.

Keine Perspektive auf "das Beste", also wird rein gar nichts getan.


Dieser Wettbewerb mit all den anderen. Schon lange habe ich ihn verloren. Mittlerweile ist es ein Wettbewerb mit mir selbst, um mich selbst.
Vielleicht weiß ich das. Aber es ändert mich nicht.
16.11.07 01:05


Relativität

For there is nothing either good or bad, but thinking makes it so.

Shakespeare.

Mir geht es nicht gut, mir geht es nicht schlecht.
Die Welt ist nicht gut, die Welt ist nicht schlecht.
Es sind die Gedanken, und immer die Gedanken die die Dinge zu denen machen die sie letztendlich für einen sind.
Man hat in jeglicher Form die Macht über sie.

Ach, was soll einem die Tatsache, dass jedes Denken irgendwie dann doch wieder ins ewige Zirkuszelt der Relativität und Bedeutungslosigkeit führt, noch sagen?
Philophie soll ich studieren? Was für eine Art Philosoph wäre ich?
Schwachsinn...

Ich sollte Priester werden.
8.11.07 23:09


"Wenn du erkennst dass das alles nichts auf sich hat, wirst du zum Spieler mit einem alles umfassenden Blatt."

Wenn man es nur ausspielen könnte...
31.8.07 19:22


06:20

Zur Hölle mit der Schlaflosigkeit.

Wenn ich wenigstens etwas mit der Zeit anfangen würde die sie mir bringt. Wenn in diesen ruhigen Stunden wenigstens etwas entstehen würde... irgendetwas von ein wenig Bedeutung, von ein wenig Inhalt...
Nein.

Stunde um Stunde vergeht.
Irgendwie bekomm ich die Zeit schon herum. Mit Musik, mit Filmen, mit Computerspielen, mit Schreiben oder Surfen... dennoch wächst die Verzweiflung und der Frust mit jeder so verbrachten Minute.
27.7.07 06:22


Denken

Es ist schön merkwürdig... Denken als Verdammnis, als sicherer Weg zu Leid und einer Synergie aus Rastlosigkeit und Untätigkeit.
Sobald man aufhört an einem Tag viel zu denken verspricht dieser ein schöner zu werden. Aktivität erstickt die Gedanken und belebt die Fröhlichkeit.
Aber es ist wohl meine Unfähigkeit die hier zum Problem wird. Mein Denken wird zu einseitig sein. Einbahnstraße, permanent. Es wäre vermessen dies als allgemeingültig hinzustellen. Es ist wahrscheinlich vermessen zu versuchen irgendeine Aussage allgemeingültig aufzustellen...
Zu viel Relativität... und damit hin zum Skeptizismus... ach so ne Scheisse.

Ergo gelangen wir wieder zum Gefühl: 'Jo. Läuft schon.'
Genau.. und es läuft und läuft...
es läuft schon.

Einen schönen Gruß...
und weiter auf der Jagt nach Gefühl. Die Welt hat wohl noch nie einen ungeschickteren Jäger gesehen.
6.7.07 00:00


Rausch

"Zweierlei Geister: des Tages und der Nacht. Sie haben weder die gleiche Methode noch die gleiche Moral. Am hellen Tag beobachtet man sich, in der Dunkelheit sagt man alles. Die heilsamen oder ärgerlichen Folgen dessen, was er denkt, gelten dem nicht viel, der sich in den Stunden befragt, in denen die anderen dem Schlaf verfallen. Auch dreht und wendet er den Gedanken an die Mißlichkeit, geboren zu sein, ohne sich um das Böse zu bekümmern, das er andern oder sich selbst zufügen kann.
Nach Mitternacht beginnt der Rausch der verderblichen Wahrheiten."

- E.M. Cioran

Ja, nach Mitternacht beginnt der Rausch...

Es macht wohl Sinn dass die meisten meiner Texte, eigentlich fast alle, spät in der Nacht entstehen.
24.6.07 09:03


The same deep water as you.

Das stärkste Element welches in mir lebt ist die Romantik, der Sinn für das Unendliche, das unendlich schöne, das perfekte, die Utopie und Illusion.

Ich bin das Kind eines selbstbewussten Lügners der sich keine Fehler eingestehen kann. Trotzdem ist und war er ein toller Vater.

Das Lügen habe ich von ihm. Ein Meister bin ich darin geworden. Ich weiß was Menschen hören wollen, ich habe einen Sinn dafür was ihnen gefällt und kann mich sehr gut anpassen. Früher habe ich davon viel Gebrauch gemacht, heute ist es glücklicherweise zurückgegangen.
Viele Menschen habe ich umgarnt und somit gleichzeitig betrogen.

Es tut mir nicht Leid. Ich muss mich jedoch für die Liebe bedanken dir mir entgegen gebracht worden ist.
19.6.07 03:14


Traurigkeit

Und man wird sie nicht los.

Weißt du wie es manchmal ist?

Weißt du wie es früher war?
Erinnerst du dich wenn sich deine Kindheit ganz heimlich an deine Seite legt?
Dich anlächelt.
Ach, es leuchtet doch alles ein, wo der Ursprung ist, was verloren gegangen ist.

Ich muss ins Bett.



Hermann Hesse - Traurigkeit

Die mir noch gestern glühten,
Sind heut dem Tod geweiht,
Blüten fallen um Blüten
Vom Baum der Traurigkeit.

Ich seh sie fallen, fallen
Wie Schnee auf meinen Pfad,
Die Schritte nicht mehr hallen,
Das lange Schweigen naht.

Der Himmel hat nicht Sterne,
Das Herz nicht Liebe mehr,
Es schweigt die graue Ferne,
Die Welt ward alt und leer.

Wer kann sein Herz behüten
In dieser bösen Zeit?
Es fallen Blüten um Blüten
Vom Baum der Traurigkeit.
5.6.07 10:27


Das nächste Kapitel

Abitur mit 2,9 bestanden. Was soll ich nun tun? Jubeln oder weinen? Weder das eine noch das andere ist mir möglich.
So geht die Welt der Schule nun zu Ende. 14 Jahre ist sie mein Begleiter gewesen. Es ist besonders in der kürzlichen Zeit eher eine Geschichte der representativen Unfähigkeit zu leben und aktiv zu sein gewesen als eine des Erfolges.
Ich habe mir wenig erarbeitet, habe selten die Kraft gefunden etwas zu lernen, etwas zu tun, mit meinem Gedanken bei dem Stoff zu sein.
Nun, was solls.
Es geht weiter.

Mein Wille bleibt weiter verschollen.



Sehr viele Träume hatte ich in den letzten Wochen. Es ging viel um meine Kindheit, meine fröhlichen jungen Tage.
Mir ist bewusst geworden wie fremd einem Menschen die Liebe ist, wie fremd sie sein muss, wenn er sich nicht an eine Situation erinnern kann in der sich seine Eltern geliebt haben.
Mir fehlt jegliches Bild. Es ist ein sonderbar fremder und schöner Gedanke sich vorzustellen die eigenen Eltern lieben einander.
Ich kenne das nicht.
Und so nimmt man doch einiges an Kälte mit. Sie entwickelt sich dann später zu Zynismus und Erwartungslosigkeit, vielleicht auch Gleichgültigkeit weiter.
31.5.07 23:09


Clown

Tja.
Ein müdes Lächeln, das ist es was am Ende bleibt.
Eine Art Resignation vor dem großen Zirkus.

Und weiter? Ich weiß nicht.

Ich fühle mich nicht schlecht. Nur hilflos, klein und schwach.

Die Existenz ist alles, ich bin existent, aber ich bin nichts.

Tja.
Na und..? mich stört es nicht, nein, ich fühle mich nicht schlecht. Ich sehe das Treiben, schaue ihnen zu... den Clowns, den Lebemenschen, diejenigen die es eben gelernt haben. Diejenigen die es irgendwie geschafft haben.. aber irgendwie dann auch nicht.

Und sonst..?
Citalopram abgesetzt, keine Lust mehr, meine alte Abneigung kehrt wieder, sie ist immer richtig gewesen.
Weg mit den Drogen, mit den Antidepressiva.. es ist kein Weg und keine Besserung in Sicht.
28.5.07 00:46


Ein Tag wie jeder andere

Die Zeit meiner Jugend, die Zeit der Leere, die Zeit der Krisis und Krankheit, die Zeit der verschwendeten Möglichkeiten.

Ja, heute ist so ein Tag, ein Tag der representativ wirkt, ein Tag wie viele andere. Viele Dinge wären zu tun, einiges zu erledigen, einiges um das sich gekümmert werden müsste. Zivildienst, Führerschein und alle möglichen Dinge.
Ich tue nichts. Rein gar nichts. Ich sitze hier, habe lang geschlafen, habe keinen Antrieb, keine Kraft.
Heute wird wohl wieder nichts passieren.
Wieder.


In vielen Jahren werde ich nichts mehr bereuen als meinen Zustand, mein Verhalten in diesen Jahren. Ich werde mir denken wie schön doch die Jugendzeit hätte sein können, mit ihren verbundenen Freiheiten und der so frischen und jungfräulichen Art zu fühlen und zu erleben. Wenn man älter wird... dann weiß man wohl was auf dem Spiel steht, dass es nur ein Leben gibt, dass die Zeit rennt und rennt... und dass man aber auch rein gar nichts zu verlieren hat.

Die Gedanken habe ich... vielleicht. Ich weiß nur nicht warum es nichts in mir ändert.
Ich Verachtung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber dem 'allgemeinen Leben' an sich ist gewichen. Sie wurde ersetzt, durch die reifere und einsichtigere Verachtung gegenüber mich selbst.
Ja, sie hat mehr Wahrheitsgehalt, denn die Welt ist wie sie ist, nicht gut, nicht schlecht. Man kommt mit ihr zurecht, findet seine Nischen... entweder gut... oder schlecht.
Nur ich... ich tue das nicht richtig.

Erfüllung ist des Lebens Ziel, des Lebens Sinn. Das ist mein Glaube... nun, besser: meine Ansicht.
Leben ist erleben und Leben ist handeln.
Leben ist fühlen und Leben ist Liebe.

Bloß wenn dies das Leben ist, warum kann ich ihm nicht folgen? Warum rennt es mir förmlich davon.
23.5.07 13:43


nacht

02:27

Was treibt mich bloß immer dazu so lange wach zu bleiben? Egal welchen Rhythmus ich versuche zu halten, es verschiebt sich stetig zur Nacht. Vielleicht bin ich ein Nachtmensch, vielleicht.

Ich fühle mich allein.

Ich fühle dass meine Antidepressiva nicht wirken.

Ich weiß nicht wohin.

Keine Kraft.
23.5.07 02:30


Regen

Für die kurzlebige Internetwelt ist dieser Blog wohl schon recht lange online.
Es ist irgendwie schade dass ich mich dann doch nie dazu entschieden habe zu schreiben und ich möchte mich dafür entschuldigen euch den Namen 'Regen' geklaut zu haben.

Nur Leere war hier zu finden... Ich frage mich welche Menschen es trotzdem auf diesen Blog getrieben hat, was für Menschen suchen nach Regen? Was verbinden diese Menschen damit. Ist er für sie, ebenso wie für mich, etwas wundervolles?
Wenn ja, ist das ein schöner Gedanke.

Die Liebe zum Regen vermittelt etwas tiefes in der Seele, die Fähigkeit zur Melancholie und den schweren Gedanken. Dies ist der Grund für diesen Namen.. wohl auch für diesen Blog.. und wohl auch dafür dass ich nun hier schreibe.
17.5.07 17:03





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